Ernst Eichholzer, Vellano in Léra 3, CH-6583 Sant'Antonio +41-91-840 24 40 / www.eichholzer.eu / eichholzer@eichholzer.eu

© Ernst Eichholzer 2002 bis 2021-04-19 (Letztes Update) optimiert für 1024 Pixel Anzeige

Ernst Eichholzer, Vellano in Léra 3, CH-6583 Sant'Antonio +41-91-840 24 40 / www.eichholzer.eu / eichholzer@eichholzer.eu

   Zur Cantina von Giancarlo Pestoni führte nur ein Fussweg, ähnlich steil wie der zu Stefano Fuso. Als wir Pestoni besuchten, war er am mühsamen Erweitern seines Kellers, der aus dem Fels gebrochen ist. Auch die Transportseilbahn von seinem Burghügel runter in die Ebene wurde gerade einer radikalen Erneuerung unterzogen. Inzwischen hat Pestoni einen Keller, der auch von der Ebene her zugänglich ist, wie es die Hompage Pizzorin darstellt.
   Pestonis Paradewein, der Pizzorin, gehört zu den krafvollsten Tessinern die wir kennen. Probiert und sehr gut gefunden haben wir auch den Arcada. Den La Tur hatte Pestoni damals noch nicht im Programm.   

Cantina Pizzorin
Giancarlo Pestoni
Via alla Serta 8a
CH-6514 Sementina
T 0041-91-857 37 86
F 0041-91-857 57 41
info@pizzorin.ch

Im Schatten der Burgen
TicinoVino 2007-1

   Wir besuchten die Azienda Mondò im November 1998. Den Ronco dei Ciliegi fanden wir ansprechend, der Scintilla hingegen kam uns zu "krautig" vor. Geschmacksache.

Azienda Mondò
Giorgio Rossi
Via alla Roggia 1
CH-6514 Sementina
T 0041-91-857 45 58
azienda.mondo@
bluewin.ch

Der Geschmack der Mühe
TicinoVino 2007-3

   Die Tamborini SA ist die grösste Kellerei im Luganese. Ca. 2/3 des Traubengutes kommt aus eigenen Rebbergen, die von Michele Conceprio betreut werden, ca. 1/3 des Traubengutes liefern viele kleinere Winzer, auch aus dem Sporaceneri. Der Ausbau der Weine wird von Kellermeister Bruno Bernasconi verantwortet. Neben den eigenen Weinen verkauft Tamborini im Laden in Lamone aber auch viele ausländische Provenienzen.
   Unser eindeutiger Favorit ist der Vigna Vecchia vor dem Comano Vigneto ai Brughi, dem SanZeno und dem Castello Morcote
    Den Castello Morcote, aus dem schönsten Weingut des Tessins, habe ich 2003 anlässlich der Abnahme eines Entgratungsautomaten für die Firma Stihl als Tischwein für die Abnahmefeier gewählt.
   Trotz der unbestrittenen Güte der Weine, kaufen wir sie nicht mehr, weil es uns verleidet ist, Jahr für Jahr auf die Abfülltermine der verschiedenen Weine zu lauern. Reservierungen nahm Tamborini bisher (2004) nicht entgegen. Möglich, dass Zeiten kommen, die zu einer Korrektur dieser Geschäfts-praktik zwingen.

Tamborini Carlo Eridi SA
Claudio Tamborini
Strada Cantonale
6814 Lamone
T 0041-91-935 75 45
F 0041-91-935 75 49

18/20 Punkte für den Vigna Vecchia 1995
WeinWisser 1998-1

Bruno Bernasconi
TicinoVino 2005-3

Multmedial Entwicklung
TicinoVino 2010-3

   Im 1963 gegründeten Familienbetrieb werden ausschliesslich zugekaufte Trauben verarbeitet. Rund 150 Winzer liefern ihre Trauben an Carlevaro. Gian Piero Carlevaro, aus einer piemontesischen Winzer-familie stammend, keltert bereits seit 1970 Merlot-trauben. Am Anfang einfache Weine für den Offen-ausschank, heute Flaschenweine mit dem "La Murata" als Umsatzträger.
   Sein Paradepferd ist der Ampelio, ein Barriquewein mit sehr gutem Preis-Leistungverhältnis.

                                ***
    Carlevaro hat den Betrieb 2009 altershalber an die Firma Chiodi übergeben.

Carlevaro Vinicola
Gian Piero Carlevaro
Via San Gottardo 123
CH-6500 Bellinzona

Zusammenschluss Chiodi - Carlevaro
TicinoVino 2009-1

   Die von Bruno Chiericati 1950 gegründete Weinhandlung führt heute sein Schwiegersohn Angelo Cavalli. 1987 präsentierte er seinen ersten selbst gekelterten Rotwein, dem "Merlot Enoteca Convento", ein guter, preiswerter Alltagswein.
   Der Vorzeigewein des Hauses ist jedoch der Sinfonia Barrique, ein weicher, harmonischer Schmeichler, der nach meinen Beobachtungen vor allem auch Frauen gefällt. Der ideale Einstiegswein für alle, die zum ersten mal einen Tessiner- Barriquewein probieren.

                               ***   
Alles Weitere auf der Hompage von Chiericati.   

Chiericati Vini SA
Angelo Cavalli
Via Convento 10
Ch-6500 Bellinzona
T 0041-91-825 13 07
F 0041-91-826 40 07
info@chiericati.ch

Eine Revolution dauerte rund zwanzig Jahre
TicinoVino 2003-4

Chiericati erneuert Kellerei
TicinoVino 2008-4

60 Jahre Chiericati
TicinoVino 2010-3

   Die 1831 gegründete Weinkellerei handelte von Anfang an mit Tessinerweinen und Italienern welche die Eigenproduktion mitfinanzieren halfen. Cesare Valsangiacomo, "der unbestrittene König des Merlot im Tessin" (Kilchmann), widerstand der Versuchung, die Merlottrauben zu Ostschweizerlandwein zu keltern und lancierte schon 1957 mit dem Roncobello den ersten Cru aus der Südschweiz, robust und gerbstoffbetont ohne Anbiederung an den gängigen Publikums-geschmack in der Deutschschweiz. Auch der erste Spumante aus Merlottrauben war - 1983 - das Werk von Cesare Valsangiacomo.
    2006 wurde das traditionsreiche Stammhaus am Corso San Gottardo in Chiasso aufgegeben und die Firma, nunmehr unter Leitung von Umberto Valsangiacomo und Weintechniker Matteo Rigatti, nach Mendrisio verlegt.
   Unser Favorit der Valsangiacomo - Weine ist der aus der Ernte 1988 erstmals in Barriques ausgebaute Rubro und der Rubro di Rubro. Aber auch der Cuvée Speciale und der Don Giovanni gefallen.

                          ***   
Alles Weitere auf der Hompage von Valsangiacomo.   

Valsangiacomo SA f.lli
Cesare Valsangiacomo
Via alle Cantine
66850 Mendrisio

Der Innovative
VinoTicino 1989-2

Chardonnay Ronco Grande Barrique 1998
VINUM 1999-5

Erster Barbera, erster Barolo
VinoTicino 2000-10

175 Jahre Valsangiacomo
VinoTicino 2006-2

Die ersten Flaschenweine
VinoTicino 2006-4

   1985 gründete Luigi Zanini die Weinhandlung Vinattieri und machte sich von Anfang an einen Namen als Importeur von Qualitätsweinen erstklassiger Häuser italienischer Provenienz. Dieses hohe Qualitätsniveau seiner Italienischen Lieferanten waren im Massstab für die Eigenerzeugnisse. So konnte er schon mit Barriquewein Vinattieri des Jahrgangs 1985 seine ersten Lorbeeren gewinnen. Der Vinattieri ist auch heute einer der besten im Tessin erzeugten Weine. Aber auch der Ligornetto, halb so teuer wir der sein grosser Bruder aber auch im Barrique gereift, möchten wir in unserem Keller nicht missen.

***
1988 erwarb Zanini das "Belvedere" in Besazio mit 43 Hektaren Bodenfläche, davon 30 Hektaren Rebland. 1997 wurde das alte Bauerhaus abgerissen und Zanini baute sein "Chateau Luigi", ein steingewordener Traum. Der Barriquekeller unter dem Hause suchst seinesgleichen. Sehen Sie selbst, auf der Hompage von Chateau Luigi.
   Vom Castello Luigi Bianco,1999 und Castello Luigi Rosso,1999 haben wir je drei Flaschen gekauft. wir wollten auch bei diesem teuersten Tessinerwein mitreden können: Die Weine sind beid sehr gut, aber trotzdem überteuert...

***
Man vergleiche die Fotos des Kellers 1998 mit den heutigen Bildern auf der Hompage...

Vinattieri Ticinesi
Zanini Vini SA
CH-6853 Ligornetto
T 0041-91-647 23 32
F 0041-91-647 34 32

Merlot der Welt
VINUM 1992-4

18/20 Punkte für den Vinattieri 1995
WeinWisser 1998-1

***
Castello Luigi
Luigi Zanini
CH-6863 Besazio
T 0041-91-630 08 08
F 0041-91-630 08 08
castelloluigi@zanini.ch

Castello Luigi: René Gabriels Ode an einen Freund
WeinWisser 2001-3

   Angelo Dela bewies mit seinem Carato Riserva 1995, dem der Weinwisser 18/20 Punkte zuerkannte, dass er zu den besten Weinmacher im Tessin gehört.
   In den folgenden Jahren entwickelte sich durch die unermüdliche Arbeit und dem kaufmännischen Geschick die kleine Kellere zu einem der bedeutensten Unternehmen der Branche im Tessin. Die neue Kellerei in Losone ist mustergültig, nicht nur in technischer Hinsicht, sie genügt auch visuell hohen Ansprüchen.
   Neben der Weinbereitung destilliert Delea auch ein ganzes Sortiment von Edelbränden.
   Heute gehört Delea zusammen mit Matasci zu den in der Deuschschweiz bekanntesten Tessiner-Weinmachern.

                         ***   
Alles Weitere auf der Hompage von Delea.   

Angelo Delea
via Zandome 11
6616 Losone
T 0041-91-791 08 17
F 0041-91-791 59 08
vini@delea.ch

18/20 Punkte für den Carato Riserva 1995
WeinWisser 1998-1

   Am 3. November 2003 besuchte ich Matteo Canepa mit Gusti Elsasser und Roman Strässle.
   Canepa keltert nicht nur beachtenswerten Weine, stolz ist er auch auf seine Destillate. Dazu ein ausfühlicher Text, allerdings nur auf italienisch.
   Damit nicht genug, handelt Matteo auch mit diversen Spezereien. Ich brachte Sonja ein Büchse mit 50 Vanillestengel für ihre Konfitüren- und Gelee - Produktion nach Hause.   

Matteo Canepa
via Morengo
6805 Mezzovico
T 0041-91-946 20 41
F 0041-91-946 20 58
Azienda

Matteo Canepa und Veronika Grunder

TicinoVino 2007-4

   Am 18. Juli 2007 besuchten wir die Cantina Ramelli mit der Società Cooperativa Distillerie Consortile Pianezzo, wo ich Socio bin. Der Besuch dauerte bis in die frühen Morgenstunden...
   Flavio keltert gute Alltagsweine zu modesten Preisen. In seinem Weingarten zieht er Stecklinge für Merlot und Cabernet France. Weiteres auf seiner Homepage   

Flavio Ramelli
Malacarne
6515 Gudo
T 0041-91-859 27 45
F 0041-91-859 27 45

Den Boden im Blut
TicinoVino 2009-1

   Mit dem 1985er Rompidee stellte Fabio Arnaboldi seinen ersten selbst gekelterten und im Barrique gereiften Merlot im Stil der grossen Bordeauxweine vor. Die Trauben liefert ihm der begeisterte Winzer Giovanni Caverzasio und einige kleine Winzer aus der Umgebung.
   Im Herbst 2001 besuchte ich Fabio Arnaboldi zusammen mit Peter Baumann und Gusti Elsasser. Nach dem Rundgang durch die Keller und nach einigen Fassproben lud uns Arnaboldi ein, die Grundweine für den Rompidee zu kosten. Wir fühlten uns sehr geehrt und ich platze heute fast noch vor lauter Stolz, dass ich aus den 10 verkosteten Proben die drei als Favoriten auswählte, die wirklich auch für den Rompidee vorgesehen waren...
    Fabio Arnaboldi ist im Januar 2005 bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Sohn und Tochter, beides Absolventen der Weinschule Changins, mussten nun den Betrieb früher als vorgesehen übernehmen.
   Im Jahre 2009 wurde die traditionsreiche Firma Carlevaro von Chiodi übernommen.

Chiodi Vini SA
Fabio Arnaboldi
Via Delta 24
CH-6612 Ascona
T 0041-91-791 56 56
F 0041-91-791 03 93
info@chiodi.ch

18/20 Punkte für den Rompidée 1995

WeinWisser 1998-1

Nachruf für Fabio Arnaboldi
TicinoVino 2005-1

Andrea und Giada Arnaboldi

TicinoVino 2008-4

Zusammenschluss Chiodi - Carlevaro

TicinoVino 2009-1

   Wir besuchten die Kellerei Guido Brivio anlässlich unserer ersten Weinwallfahrt in Tessin und wurden empfangen durch die Schwester von Guido Brivio.
   Beeindruckt haben uns der Riflessi d'Epoca 1996, aber auch der Vigna d'Atan 1996, welche ich beide auch in unseren Keller aufnahm. Auch den Bianco Rovere in halben Flaschen, der uns in späteren Jahren allerdings zunehmend "überholzt" vorkam.
                       
                                 ***
   2001 übernahm Gialdi die Firma Guido Brivio.

Guido Brivio
Via vigno 8
CH-6850 Mendrisio
T 0041-91-646 07 57
F 0041-91-646 08 05
brivio@brivio.ch
www.brivio.ch

Grappe aus der Americano-Traube
VINUM 1995-9

18/20 Punkte für den Riflessi d'Epoca 1995
WeinWisser 1998-1

Brivio in der Sélection Philippe Rochat
TicinoVino 2007-4

  Feliciano Gialdi kaufte 1984 die serbelnde Weinkellerei Roberti Foc in Bodio, die unbedeutende Landweine produzierte. Als frohsinniger Südtessiner mit italienischen Wurzeln hatte er erhebliche Mentalitäts-unterschiede zu den rustikalen Leventinern zu über-brücken. Sie liefern ihm, der selbst keine Weinberge besass, das Traubengut für seine Weine. Nun, innerhalb kurzer Zeit ist es ihm gelungen, das Vertrauen der Weinbauern so weit zu erwerben, dass sie von ihm sogar Ratschläge für das Erziehungssystem in den Rebbergen annahmen. Mit dem haupt-beruflichen Winzer Mauro Giudici fand er auch den professionellen Traubenlieferanten für seine Qualitätsweine.
   Sein Sassi Grossi und der Giornico Riserva Oro sind in unserem Keller immer vertreten. Der Estro und der Biancospina sind ebenfalls Weine, die wir zu schätzen wissen. Sein Spitzenprodukt, der Trentasei, kaufen wir in guten Weinjahren auch. Wir müssen uns aber immer überlegen, ob eine Flasche davon wirklich den Preis für 2 Flaschen Sassi Grossi wert ist; letzterer ist halt einer von unseren ganz grossen Favoriten für den wir auch Felicianos Kellermeister Beppe Rattazo danken.
   Jahre sind seither vergangen! Nachfolger von Beppe Rattazo ist Fredy De Martin, ein Changins-Önologe, und Gialdis Tochter Raffaella - der es gelingt, auf den Fotos wesentlich besser auszusehen als ihr fotogener Papa -, macht die Öffentlichkeitsarbeit.
   2001 übernahm Gialdi auch die Firma Guido Brivio.

Feliciano Gialdi
Via Vigno 3
CH-6850 Mendrisio
T 0041-91-646 40 21
F 0041-91-646 67 06
info@gialdi.ch
www.gialdi.ch
       und
Casa Vinicola Gialdi SA
6743 Bodio
T0041-91-864 16 55

Bello, der Merlot aus Bellinzona
VINUM 1994-7

Binacospino
VINUM 1999-5

der "36"Top der CH-Merlot

TicinoVino 2007-4

Grosser Preis wieder an Sassi Grossi
TicinoVino 2008-4

   Der Vater von Tiziano Tettamanti hatte 1979 in Gudo den ersten Rebberg gekauft und verpachtet. Tiziano hat später die Liegenschaft in eigener Regie übernommen und weitere Reben gepflanzt. Aus der Ernte 1985 kelterte er szusammen mit Mirto Ferretti 1000 Liter Merlot und 400 Liter Bondola. die Produktion wuchs stetig, Ferretti war beruflich stark engagiert und überliess die Verantwortung Tiziano. Mit Ralph Theiler, der inzwischen auch selbständiger Weinmacher geworden ist, wuchs das Angebot der Weine: Der "rote" Pian Marnino einer unserer bevorzugten "Sommerweine", ein reiner Merlot, der "goldene" Oro di Gudo, ein Merlot mit 10% Carminoir und Cabernet-Sauvignon aus dem Barrique, und dem Chardonnay Barrique. Bondola und Rosato sind auch noch im Angebot, aber nicht unser Gusto. Anfangs der Nullerjahre kam der Tre Ori neu ins Sortiment. Eine Assemblage aus 60% Carmin Noir, 20% Camaret und 20% Merlot, vorweigend aus Rebzeilen in Sementina.
   Tiziano und seine Frau Christina waren auch an unseren beiden Degustationen der Zehnjährigen dabei, 2010 und 2013. Eine Woche nachdem wir den Zweitausendern zugesprochen haben, kam ihre Tochter Letizia auf die Welt...
   In die Cantina integriert ist auch ein gepflegtes Grotto. Mehr darüber auf der Agriturismo - Website.

Cantina Pian Marnino
Tiziano Tettamanti
6515 Gudo
T 0041-91-859 22 23
F 0041-91-826 41 46
pianmarnino@bluewin.ch

Gold in den Weinbergen des Pian Marnino
TicinoVino 2007-4

   Wir besuchten das Weingut La Cappellaccia am 4. November 2003 zusammen mit Gusti Elsasser und Roman Strässle. Vater Lorenzo Muschi, ein ehemaliger Banker, empfieng uns zusammen mit seinem Sohn Gian Carlo, dem er die operative Leitung des Gutes übertragen hatte, ohne zu verstecken, dass er sich immer noch als Herr im Hause fühlte. Nach angeregter Diskussion über die Tessinerweine, konnten wir alle Weine probieren, auch die "Grossen", die sonst nur in "gehobener Gesellschaft" degustiert wurden. So kamen der MannO, der PurpuratuM und der PurpuratuM Riserva auch in unseren Weinkeller.
   Der zweite Sohn von Lorenzo, Lorenzo jun. hatte 1985 einen Autounfall und ist seither an den Rollstuhl gefesselt. Auf dem Gut steht ihm ein Atellier zur Verfügung, in dem er seine vielbeachteten Skulpturen schafft.
   Das Hobby des Vaters, sein Tropentreibhaus, ist in den bildern vorgestellt.

La Cappellaccia SA
Lorenzo Musch
iStrada Regina
CH-6928 Manno
T 0041-91-605 44 76
F 0041-91-604 64 71
lacappellaccia@
lacappellaccia.ch

Formen der Kunst und Düfte des Weins
TicinoVino 2003-4

   Stefano Fuso, in Basel geboren, lernte Zahntechniker und leitete in Zürich ein Labor bevor er, 1993, sein Häuschen mitten zwischen den Reben am Hang über Pè di Mott in Gerra Piano kaufte. Das steile, mit Trockenmauern terrassierte Gelände gehört zu den besten Lagen des Gebietes. In unmittelbarer Nachbarschaft von Werner Stucky, war ihm dieser Lehrmeister wie vielen Winzern im Tessin. Der Le Cime von Stefano ist denn die vorzügliche Frucht seiner mühsamen Arbeit in den Steilhängen. Aus dem Jahrgang 2008 kelterte Stefanon einen zweiten Wein, den Cipraio.
    Als Pionier zeigt sich Stefano mit dem Anbau von 15.000 Krokuszwiebeln zur Gewinnung von Safran. Stefano hat uns ein Gläschen der kostbaren Safranfäden geschenkt. So haben wir uns von der überragenden Qualität des Tessinersafrans überzeugen können. Damit nicht genug, presst er auch in köstliches Olivenöl mit Oliven aus eigener Pflanzung. Auf frisches Brot getröpfelt und mit ein paar Körnchen Fleur de sel gewürzt, ist das eine Delikatesse, ob der ich die Fleischplatte neben der Ölflasche glatt übersehen kann.
   Erstmals mit dem Jahrgang 2012 bringt Stefano seinen Sine Nomine auf den Markt. Eine Assemblage von 50% Petit Verdot, 25%, 12,5% Cabernet Sauvignon und 12,5% Cabernet France. Er hat sich sofort eine Spitzenposition unter meinen Lieblingsweinen erobert.

Stefano Fuso
Casa dei Cipressivia
Pè di Mott
Gerra Piano
6516 Cugniasco
T 0041-91-859 01 77
stefano.fuso@bluewin.ch
Le Cime

Terroir und Jahrgang
TicinoVino 2005-1

Der erste Safran im Tessin
Sonntagszeitung 2009-11TicinoVino 2009-4

Cipraio, Fusos neuer Wein
TicinoVino 2010-3

   Das 1928 von der Familie Tatti gegründete Landwirtschaftsgut produzierte Pfirsiche und Aprikosen und erst ab Jahrgang 1981 auch Merlot. Das heutige Weingut La Minerva, am Eingang zum Valle Morobbia, also in unserer unmittelbarer Nachbarschaft, wird unter der Führung von Lorenzo Mina biologisch bewirt-schaftet. Der jetzige Besitzer Francesco Michaeli, ein Mailänder Geldaristokrat, nimmt es in Kauf, dass in schlechten Jahren der biologische Anbau keine bemerkenswerten Weine hervorbringt. So ist Mina der Rücken frei gehalten und er kann unabhängig von wirtschaftlichen Zwängen weiter experimentieren - zum Nutzen der ganzen Weinregion Südschweiz. Seit ein paar Jahren gestaltet Mina auch die Etiketten selbst.
   Der Spitzenwein von Mina ist der in Barriques gereifte La Minerva Riserva, mit 60:40 Merlot:Cabernet Sauvignon.

Azienda La Minerva
Lorenzo Mina
Tallio SA
6528 Camorino
T 0041-91-857 14 06
F 0041-91-825 61 30

Bello, der Merlot aus Bellinzona
VINUM 1994-7

25 Jahre Wein und Kunst

TicinoVino 2006-2

   Vom Weinberg der Rudolphs aus hat man ein einmaliges Panorama vor sich, das seinesgleichen sucht. Die kleine Fotogalerie, die sich öffnet wenn Sie Bettinas Kopf anklicken, gibt einen kleinen Eindruck davon. Das Grundstück ist bereits seit 1940 im Eigentum der Familie. Mit Bettina und Mike ist nun die vierte Generation am Ruder. Sie haben ihren Wohnsitz von Zürich ins Tessin verlegt und pflegen nun eigen-verantwortlich den von Vater Rudolph auf 2,5 Hektar erweiterten Weinberg. Mike hat sich mit einem Fernstudium in Kalifornien und mit einem Praktikum bei Daniel Huber im Malcantone auf seine Aufgabe vorbereitet. Mit 2 Hektaren zugepachtetem Rebland bauen die Rudolphs nun auf insgesamt 4,5 Hektar ihre Reben an und verarbeiten sie im neuen Keller zu den Weinen:
     Den roten "Sottoroccia", der konventionell ausgebaute "Kleine", den 12 Monate im Barrique ausgebaute "Crescendo" und den "Grossen" "Arco Tondo", eine Assemblage von 93% Merlot und 7% Cabernet Franc, auch im Barrique ausgebaut. Diese drei Weine haben wir in unserem Keller, worüber wir uns immer wieder freuen. Der Weisswein der Rudolphs ist ebenfalls sehr empfehlenswert; aber - leider - können wir nicht ganz alles einkellern, was an Gutem im Tessin wächst und reift...
   Seit 2013 ist Georgia Wipf-Rudolph, Lebensmittel-ingenieurin ETH, die Schwester Mikes, ebenfalls im Betrieb.

Tenuta San Giorgio
Mike und Bettina Rudolph
Via al Bosco 39
CH-6990 Cassina d'Agno
T 0041-91-605 58 68
F 0041-91-605 58 80
info@
tenutasangiorgio.ch

Ein modernes Märchen in Cassina d'Agno
TicinoVino 2005-2

   Den ersten Tessiner-Weisswein aus weissen Trauben den wir (1995) probierten, mit einiger Skepsis gegenüber einem weissen Tessiner, war der Chardonnay Rovio 1994 von Gianfranco Chiesa. Wir waren nicht nur überrascht, wir waren begeistert. Inzwischen wissen wir natürlich einige weitere Weisse Tessiner sehr zu schätzen, Gianfancos Chardonnay rangiert aber weiterhin mit an der Spitze. Aber auch alle anderen Weine von Chiesa zeichnen sich durch gleichbleibende hohe Qualität aus.
   Wir wurden gute Freunde, auch mit Giancarlos bisherigem Kompagnon Ruedi Meier, und freuen uns Jahr für Jahr auf den Merlot Rovio Riserva, den Vincenzo Vela, den Collina San Viglio und natürlich den Chardonnay Riserva Rovio. Ein Sommer-Trinkvergnügen zu sehr moderaten Preisen - das aber auch in anderen Jahreszeiten Spass macht - sind auch die nicht im Eichenfass ausgebauten Weine, der Merlot Rovio und der Chardonnay Rovio.

Vini Rovio Ronco SA
Gianfranco Chiesa
Imbasso
CH-6821 Rovio
T 0041-91-649 58 31
F 0041-91-649 78 12
vini.rovio@bluewin.ch

Luigia Cairoli-Carloni, Mutter des ROVIO-Kellers
VINUM 1995-9

Eleganz und Qualität auf dem Hügel San Vigilio
Ticinovino 2008-4

Gianfranco Chiesa mit einer Veronelli-Sonne ausgezeichnet

TessinerZeitung 2009-10-30

Die Zukunft im Bio-Wein
TicinoVino 2010-2

   Ueli Kopp besuchten wir anlässlich unserer dritten Tessiner Wein Wallfahrt im November 2001. Erst 1994 hat es ihn als Weinbauer ins Tessin verschlagen. Mit seiner Frau Anna Barbara von der Crone - beide promovierte Agronomen - und den 4 Kindern landete die Familie im Weiler Gorla im Mendrisiotto. Innert kürzester Zeit plazierten die beiden ihre Weine in der obersten Liga der Tessinergewächse. Wir konnten die Zweitausender, den Gorla, den Balino und den weissen Meridio aus dem Fass probieren: Alle Weine beeindruckten uns sehr. Und so ist es Jahr für Jahr geblieben, auch nachdem Ueli Kopp bei einem Bergunglück ums Leben kam, gelang es Annna Barbara von der Crone, zusammen mit Paolo Visini, die Qualität und damit auch den Ruf der Weine ohne Abstriche zu halten.
   So haben denn weiterhin der Balin (früher Balino), der Gorla und der Scala von Visini ihre festen Plätze in unserem Keller.

Kopp von der Crone Visini
Anna Barbara von der Crone
Via Noga
CH-6917 Barbengo
T 0041-91-682 96 16
F 0041-91-682 96 18
koppvondercronevisini@bluewin.ch
Cantina Barbengo

Paolo Vinsini
TicinoVino 2005-1

Unterschiede der Erfahrung, aber ein
ZielTicinoVino 2008-1

Miguel Salgado
übernahm 2006 die Verantwortung für den Weinkeller

Ein kleiner Garten Eden

TicinoVino 2009-3

***
Seit dem 1. Februar 2011 ist Miguel Salgado Oenologe bei der  Azienda Viltivinicola San Matteo. Der Tenuta Bally steht er weiterhin beratend zur Verfügung.

***

Am 27. Januar 2012 zeigte uns die Firma Baldinger an, dass Salgado die Firma nun im Tessin vertritt.

   Gegründet und aufgebaut wurde der 80 Hektar grosse Landwirtschaftsbetrieb 1918 vom Schuh-fabrikanten Ernst. O. Bally. Neben Wein wird auch Obst und Mais angebaut und Natura-Beef erzeugt. Seit 1985 wird der Betrieb von Hans Imhof, einem diplomierten Agronomen, und seiner Frau Greti in Pacht geführt. In den Achzigerjahren wurde - mit Werner Stucky als Berater - der Anbau und der Ausbau der Weine einer gründlichen Frischkur unterzogen. Unter seiner Anleitung, mit Christian Krebs als Kellermeister, wurde der Merlot Cresperino neu profiliert. Aus auf 600 Gramm pro Quadrat-meter ausgedünnten Stöcken aus 100 % Merlot-trauben. Nach der Maischegärung und einer Mazeration von bis zu 20 Tagen erfolgt der Ausbau in dreijährigen Barriques während einem Jahr. Nach 18 bis 24 Monaten wird der Wein in Flaschen abgefüllt, trinkreif ist er frühestens zwei bis drei Jahre nach der Ernte. Er kann aber auch bis zum Alter von 7-8 Jahren gelagert werden.
   1986 wurde der erste Riserva Crespera im Barrique ausgebaut und ab 1993 mit 25% Cabernet Sauvignon verschnitten. Christian Krebs erweiterte dann die Palette der angebotenen Weine um die weissen La Piana und La Sfinge. Beides sind Mischweine mit 70% Chardonnay, 20% Semillon und 10% Sauvignon. Der La Piana wird im Edelstahltank, der La Sfinge in Barriques ausgebaut. 1995 kam das heutige Flaggschiff auf den Markt, der Topazio. Er reift 18 Monate in neuen Barriques und besteht zu 75% aus Cabernet Sauvignon und zu 25% aus Merlot. Alle Weine haben ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis und sind Jahr für Jahr auch ein sicherer Wert in unserem Keller.
   Ende 2006 zogen sich Hans und Greti Imhof auf den Altenteil ins Bernbiet zurück. Hans Imhof bleibt aber der neuen Mannschaft als Berater erhalten. Christian Krebs wechselte schon im Herbst 2006 zu Adriano Kaufmann. Wir sind gespannt auf die 2006er-Weine, die ersten an denen sich die neue Mannschaft um den Wädenswiler-Önologen Miguel Salgado messen lassen muss.
   Juli 2009: Miguel Salgado hat Gut und Kellerei souverän übernommen. Seine Weine stehen denen seiner Vorgänger in nichts nach. Den ehemaligen Riserva Crespera Barrique hat er zur Ehren des Gründers der Tenuta Bally, Ernst Bally, in Riserva Ernesto umbenannt.
   Aus den Merlottrauben der ältesten Lage Piana Vecchia (La Piana in Vezia) keltert Miguel - erstmals mit den Trauben des ausgezeichneten Jahrganges 2007 - einen reinen Merlot der im Barrique ausgebaut wird. Der erste Jahrgang wurde Mitte Juni auf Flaschen gezogen. Miguel hat mir eine Flasche Riserva Tre Api mitgebracht; wir haben sie heute (10. Juli 2009) entkorkt. Natürlich ist dieser junge Wein noch sehr verschlossen, adstingierend, macht aber trotzdem schon viel Spass. Das kräftige Säuregerüst attestiert ihm eine lange Lagerfähigkeit. Das Holz bleibt trotz der noch etwas bitteren Gerbstoffen unaufdringlich im Hintergrund, wird auch der Fruchtigkeit des Weines Raum lassen.

Tenuta Bally & von Teufenstein
Hans Imhof
Via Crespera 55
CH-6932 Breganzona
T 0041-91-966 28 28
F 0041-91-967 53 71
vini@tenutabally.ch
www.tenutabally.ch

Auf der offiziellen Homepage der Tenuta Bally fällt auf, dass die Weine offenbar ohne die Weinmacher entstehen...

18/20 Punkte für den Topazio 1995

WeinWisser 1998-1

   Massimo Hostettler, den wir ebenfalls bei unserer dritten Tessiner Wein Wallfahrt im November 2001 besuchten, ist trotz seiner Deutschschweizer Vorfahren ein echter Tessiner, der Deutschen Sprache längst nicht mehr mächtig. Er lebt mit seiner sympathischen Frau und der kleinen Tochter auf dem elterlichen Weingut. Eine familieneigene Wirtschaft mit grossem Garten lädt zum Verweilen ein.
   Massimo Hostettler keltert einfache Weine zu günstigen Preisen. Der Il Satiro ist eine Assemblage von Merlot- und Cabernet-Sauvignon-Trauben, im Eichenfass ausgebaut.

Hostettler
Azienda Vinicola
Massimo Hostettler
6998 Monteggio
T 0041-91-608 11 78
F 0041-91-608 11 78

Nostrano e Polenta con Osso Buco Ticinese
VINUM 1991-6

   Sergio Monti ist ein "Eingeborener", Bankier bis er sich 1984, als 52-jähriger ins Malcantone zurückzog. In einem abenteuerlichen Steilhang, auf ca. 550 Metern Höhe, von ihm schon seit 1972 ausgerodet aus Wald und Gestrüpp, pflanzte er seine Reben auf 9 verschiedenen Klein-parzellen. Zusammen mit seinem Sohn Yvo keltert er die verschiedenen Traubensorten in einem sehr funktionalen Keller, der aber trotzdem wie künstlerische Installation daherkommt, was weitgehend der Verdienst des zweiten Monti-Sohnes Delio ist. Die Montis sind den auch Jahr für Jahr bei allen Weindegustationen in den vordersten Rängen dabei. Alles weitere auf der informativen Monti-Website.
  Klar, dass auch in unserem Keller nicht fehlen:Rovere und Rosso dei Ronchi

Cantina Monti Sagl
Sergio und Ivo Monti
Ronchi Bogno
CH-6936 Cademario
T-0041-91-605 34 75
F-0041-91-922 98 23
info@montifid.ch
www.cantinamonti.ch














Ivo Monti

Binaco di Cademario
VINUM 1999-5

Sergio Monti appelliert an die Weinwelt.
TicinoVino 2007-2

   Peter Rüedi schreibt im NZZ FOLIO vom Mai 2002 (gekürzt, aktualisiert und ergänzt):
   MEINRAD C. PERLER, kommt zwar aus einer Bauern-familie in Estavayer: Sechs Kinder, zwei Mädchen und vier Buben. Er selbst landete zuerst im Finanzgeschäft. Wenn er aber heute von seinem «Tenimento dell'Ör», einem besonders schönen, mikroklimatisch und geologisch interessanten Weinberg zwischen Arzo und Besazio, im Süden den Siedlungshaufen Chiasso sieht, ist dies kein Blick ins Gelobte Land. Eher im Gegenteil. Als er den verlotterten Betrieb "Ör" (Gold) kaufte, schaffte er sich auch Feinde. Die Umweltschützer haben nicht verwunden, dass er seinen Besitz eingezäunt hat (als könnte jeder durch Château Haut-Brion spazieren), und sie wollen nicht wahrhaben, dass der Querein-steiger im Wesentlichen gerade die Verhältnisse wiederherstellt, die vor der Reblauskatastrophe herrschten. Der Tenimento dell'Ör ist schon im 17. Jahrhundert belegt. Seinen Keller darf Perler von 200 nur auf 600 Quadratmeter ausbauen, wo doch das Zweieinhalbfache eben ausreichend wäre für die 80 000 Flaschen jährlich. Die Laune verdirbt ihm das nicht, der Zukauf von 9 Hektaren ist in Sicht, ein Ende des Aufstiegs nicht abzusehen.
   1986 begann Perler ernsthaft über Weinbau nachzudenken, und zwar nicht über die Produktion von Dutzendware, sondern über das Besondere, das der Betrieb durch seine Hartnäckigkeit, etwas Glück und Hilfe heute ist. Seine Rebberge im Südtessin umfassen jetzt im Ganzen 11 Hektaren, bei 7 Fest-angestellten. Der wichtigste Mitarbeiter war Rainer Zierock, ein genialer Exzentriker und Tüftler der Önologie. Er erkannte das Potential des Weinbergs, kelterte eine homöopathische Menge von einem Merlot Riserva 1994, den das Fachblatt «Weinwisser» auf Anhieb mit 19 Punkten (von 20 möglichen) auszeichnete, und begründete einen Mustergarten, der heute 600 verschiedene Weinsorten und Klone enthält. Seit einigen Jahren amtiert nun Sacha Pelossi als kundiger Kellermeister. (1995 kelterte Pelossi seinen ersten eigenen Wein. Heute ist er selbständig.)
   ***
«Ör» bietet 17 Weine an, darunter neben dem Spitzenmerlot Merlot Riserva aus der Barrique den Sottobosco aus Merlot, Cabernet Sauvignon und Petit Verdot; den wohl besten Syrah des Tessins; einen barriquierten Pinot nero (ein besonderes Kunststück im feuchten Tessin);den Granito, eine Assemblage aus Sauvignon, Chardonnay, Pinot bianco und Pinot grigio, den Süsswein Millefiori einem Grauburgunder (40%) Gewürztraminer (50%), Scheurebe (10%) - Assemblage, eînen reinen Gewürztraminer V.T., einen Moscato aus 3 verschiedenen Klonen, und so weiter...
   2013 konnte der neue Keller in Genestrerio bezogen werden. Dieser wird auf der Agriloro-Homepage mit Fotos von Meinrads Sohn Jacques Perler plastisch vorgestellt.
   Dürfte man die Weine nur eines Produzenten trinken, würde die Wahl auf Meinrad Perler fallen. Und das sogar dann, wenn man diesen welschen Charmebolzen nicht persönlich kennen würde!                       

Agriloro SA
Meinrad Perler
Tenimento Dell'Ör
CH-6864 Arzo
T 0041-91-646 74 03
F 0041-91-640 44 55
info@agriloro.ch
www.agriloro.ch

Pino Bianco, Binaco Ticinese
VINUM 1999-5

Ampelografischer Versuchsgarten mit 600 Stöcken.

WeinWisser 2000-12

Ex-Bankier Perler
TicinoVino 2004-1

Oenologe Sacha Pelossi
TicinoVino 2005-3

Sieger Pinot Noir 2006
TicinoVino 2006-3

Meinrad Perler als Model:
TicinoVino 2010-2

Meinrad Perler Winzer des Jahres 2010:
Coopzeitung 2010-11-02

  Wir besuchten Stefano Haldemann anlässlich unserer dritten Tessiner Wein Wallfahrt im November 2001. Er gehört zu den ersten Deutschschweizern unter den Weinbauern im Tessin.  Haldemann hat einen ausgezeichneten Ruf als Degustator. Auch seine Kollegen schätzen die seine fundierten Kommentare zu ihren Weinen.
   Die Weine von Stefano Haldemann sind eher günstig. Selbst sein Riserva kostet wenig mehr als 20,- CHF.

Stefano Haldemann
Via dei Colli 26
6648 Minusio
T 0041-91-743 05 53
F 0041-91-743 05 53
haldemann.vini@bluewin.ch

Allein gegen den Profit
VINUM 1989-12

Es kommt auf's Herz an.
TicinoVino 2009-3

Raritäten aus alten Rebsorten
TicinoVino 2010-3

   Als fünfter Immigrant gründete 1987 Joe Pfister seinen kleinen Betrieb. Schnell fiel er durch originelle, Terroir geprägte Weine auf. Und auch durch seine eigenwilligen, selbst gestalteten Etiketten auf ansprechenden Flaschen. Es gab dann Jahre, da verkaufte Pfister seine ganze Ernte an andere Produzenten, so zum Beispiel den ausgezeichneten Jahrgang 2000. Das ist das Gegenteil eines erfolgreichen Marketings, was der ehemalige Bankkaufmann Pfister eigentlich wissen müsste.
   So weiss der Kunde halt nie so genau, welches Weinjahr auch Pfisterweine bringt - und wie sie dieses Jahr gerade heissen. Zum Beispiel  Libertà, Vulcano, Destino, Fuoco.
   Von Joe haben wir zum letzten Mal im März 2000 gehört, vom Wirt der Rosenburg in Stans, Pfister habe sich als Schnapsverkäufer bei ihm gemeldet. Schade, seine Weine waren - im Sinne des Wortes - "extraordinaire"   

Joe Pfister
Viticoltore
Ronco
6981 Castelrotto
T-0041-91-608 22 91

   Peter Gauch, Bernadette Good (+2014) und ihre drei Töchter bewirtschaften vier Hektaren Rebberge am Hang über Sementina. Die zahlreichen steilen Parzellen sind nach Süden ausgerichtet und können nur von Hand bearbeitet werden. Peters „Winterhobby“ ist denn auch das Anlegen und Unterhalten von kunstvollen Trockenmauern. Um eine optimale Traubenqualität zu erzielen wird der Ertrag streng reguliert. Die bestem Merlot-Trauben von mindestens vierzigjährigen Rebstöcken werden zur Riserva, dem gehaltvollsten, im Barrique gereiften Rotwein verarbeitet.
   Bereits 1972 Jahren begannen Peter und Bernadette mit einer bescheidenen Weinproduktion in den beschränkten Räumlichkeiten ihrer Rustici und mit den einfachsten Gerätschaften. Nachfrage und Produktion stiegen stetig, und so entschlossen sie sich zum Bau eines modernen Weinkellers, der 1995 bezogen werden konnte. Inmitten von Weinbergen gelegen, werden hier nun die Kunden im  familiären Stil empfangen.
   Von seinen äusserst preiswerten Weinen - im Sinne des Wortes - haben wir immer vorrätig: Den "Chardonnay Barrique", den "Merlot Ticino Riserva Barrique", den "Syrah" und den aus der Ernte 2003 erstmals gekelterten "La Selva", ein Cuvee aus Merlot, Cabernet Sauvignon und Syrah.
   Den Syrah produziert Gauch leider nicht mehr.

Peter Gauch
Colli di Sementina
CH-6514 Sementina
T 0041-91-857 03 21
F 0041-91-857 03 21

Bello, der Merlot aus Bellinzona

VINUM 1994-7

Hügel der Kindheit
TicinoVino 2009-3

  Rolf Kaufmann gehört ebenfalls zu den Pionieren im Malcantone. In den Achzigerjahren hing der Altphilologe  seinen Beruf als Lateinlehrer an den Nagel um im Südkanton Wein anzubauen. Rolf Kaufmann stellte anfang der Zweitausenderjahre komplett auf Bio um und produziert 2002 auch erstmals keinen Merlot mehr, weil dieser nicht ohne Spritzen angebaut werden kann.
   Sein L'Anteprima 2001 aus 85% Chambourcin- und 15% Cabernet-Trauben ist sehr bemerkenswert: Pfefferig, Lichi, Grappefruit, ziemlich säurebetont.

Rolf Kaufmann
Viticoltore
CH- Sessa
T 0041-91-608 23 76
F 0041-91-608 23 79
merum@gmx.ch

Pioniere im Tessin
VINUM 1986-7

Mein Weinberg ist ein Kraftplatz
VINUM 1995-9

Die Zukunft im Bio-Wein
TicinoVino 2010-2

   Bereits 1976 kam Christian Zündel, sicher auch von seiner Tessinergrossmutter animiert, als erster der fünf (W)Einwanderer ins Malcantone. Er ist promovierter Pedologe und berufener Winzer. 1986 kelterte er seinen ersten Merlot, den Terraferma. Bis heute lehnt er jeden korrigierenden Eingriff in die Naturgegebenheiten ab. So widerspiegeln seine Weine denn auch unverfälscht das Terroir und den Jahrgang. Wie begehrt seine Weine sind, erfuhren wir 1999 anlässlich unseres ersten Besuches bei Christian: Er konnte uns wohl Fassproben anbieten, nicht aber fertig ausgebaute Weine. Die waren ausverkauft. Als Trost hat er uns eine Flasche Veltliner mitgegeben, produziert auf einem Weingut, das Zündel als Berater engagiert hat...
   Auch seine drei Weine gehören zum Kernbestand unseres Kellers: Orizonte, Terraferma & Velabona

Christian Zündel
Vitivinicoltore
CH-6981 Beride
T 0041-91-608 24 40
F 0041-91-608 33 78
christian.zuendel@bluemail.ch

18/20 Punkte für den Orizzonte 1995
WeinWisser 1998-1

Der Saft kommt trüb ins Fass
VINUM 1995-9

Eric & Fabienne Klausener und Adrian & Claudine Kaufmannam
19. April 2002 bei uns zur Cena

   1982 verschlug es den ersten Westschweizer, Absolvent der Weinschule Changins, Eric Klausener und seine Frau Fabienne ins Malcantone. In den Anfangsjahren wollte er noch gar nichts vom Holzausbau wissen. 1988 Benutzte er dann trotzdem, aus reiner Neugier, drei Barriques für den Ausbau. Das muss sein Damaskus gewesen sein: Aus Saulus wurde Paulus. Und wie! Sein "Merlot del Ticino Gran Riserva" des Jahrgangs 1990 wurde als einer der 10 besten Weine der Welt prämiert. Vor ihm lagen nur die Weltberühmten Weine  von "La Turque", "Chateau Petrus" und "La Tache"
   Ist Adriano Kaufmann "Der Kopf" im Malcantone, ist Eric Klausener "Der Bauch". (siehe auch Fotos) Gefühlvoll beim Schneiden im Weinberg, sensibel beim Ausbau im Keller und eine Mimose beim Beurteilen seines eigenen Schaffens. Das führt dann bei Eric regelmässig zu einem kleinen Depressiönchen, im Spätherbst, wenn er seinen Weinen beim Reifen zuhört. Er kommt dann auf den Einfall, allen Most zusammenzuschütten und später als Literwein zu verkitschen. Gut dass ihm dann seine Fabienne solche Schnapsideen ausredet! So kann er den fertig erzogenen Wein ein Jahr später einmal mehr mit Stolz präsentieren.
   Auch bei Klausener haben wir einen Dauerauftrag platziert für den Gran Riservar, den Rosso di Sera, den Bianco di Sera und den Tramoto Rosso. Lieferung immer am Klaustag, ein Jahr abgeholt, das nächste Jahr ins Haus geliefert. Jeweils mit Cena.
   Den Bianco die Sera macht Erich nun leider nicht mehr. Die Übersicht über seine Weine sind im Artikel "...die Trauben deuten" zu finden

Eric e Fabienne Klausener
Via Cantonale
CH-6989 Purasca
T 0041-91-606 35 22
F 0041-91-606 35 22
klausener@bluewin.ch

Pioniere im Tessin
VINUM 1986-7

...die Trauben deuten
TicinoVino 2010-3

  Der dritte im Malcantone, der 1981 eingewanderte ETH-Agronom Adriano Kaufmann, ist der kopflastige Tüftler im Weinberg und im Keller. Immer wieder (er)findet er Methoden und Hilfsgeräte, um im Weinberg und im Keller rationeller arbeiten zu können. Ehrgeizig und clever, wie ein guter Kaufmann zu sein hat, spielte er sofort in der ersten Liga der Qualitätsproduzenten mit. Er gehört auch zu den ersten, die einen Verdampfer einsetzten, um im Niedertemperaturbereich unter Vakuum den Taubenmost aufzukonzentrieren.
   Jeweils im Frühling bietet Adriano seinen Freunden eine selbst komponierte Grossflaschenabfüllung an. Aus den 10 bis 12 Barriques, aus denen er selbst dann seinen Spitzenwein "Pio della Rocca" zusammenstellt, mischen die Teilnehmer selbst ihre Doppelmagnum, Methusalem oder Salmanazar. 2005 bekochten Sonja und ich die Teilnehmer. Auch davon erzählen die Fotos in der Galerie.
   Auch in unserem Keller ist er Jahr für Jahr prominent vertreten mit den Weinen Pio della Rocca, Rubino, Sauvignon blanc & Sémillon, Vino da Meditazione.

Adriano Kaufmann
Via Vallombrosa 1
CH-6981Beride
T 0041-91-608 13 71
F 0041-91-608 15 90
adokauf.vini@bluewin.ch

Pioniere im Tessin
VINUM 1986-7

Merlot der Welt

VINUM 1992-4

18/20 Punkte für den Pio della Rocca 1995
WeinWisser 1998-1

Sauvignon Blanc

WeinWisser 1998-5

Rubinroter "Rubino"
VINUM 1999-4

Weinbauer, entschlossen und nachdenklich
TicinoVino 2008-3

  1980 kam der studierte Forstwirtschaftler, Winzer- und Weinerzeuger-Ingenieur ins Malcantone. 1984 kelterte er seinen ersten eigenen Wein, den "Ronco di Persico", damals noch im Keller seines Freundes Werner Stucky. Inzwischen hat Stuckys Sohn Simon bei Daniel Huber die Winzerlehre abgeschlossen. So schliesst sich der Kreis.
   Daniel Huber stellt seit 2003 einen knappen Hektar seiner Weinberge auf biodynamischen Anbau um. Im Sommer 2005 hat er Interessierte zur Weinberg-begehung im Beisein seiner Studienkollegen Karin Bernowitz und Peter Schmider eingeladen. Schon nach so kurzer Zeit hatten sich über 80 Pflanzenarten von selbst wieder angesiedelt. Und damit die Wieder-belebung einer reichen Fauna nach sich gezogen. Von der Begehung erzählen auch die Fotos in der Galerie
   Sein Montagna Magica & der Bianco sind ebenfalls immer mit mehreren Jahrgängen in unserem Keller vertreten.


Daniel Huber
Termine
CH-6998
Monteggio
T 0041-91-608 17 54
F 0041-91-608 33 53
huber.mont@bluewin.ch
www.hubervini.ch

Pioniere im Tessin
VINUM 1986-7

Preisgekrönter Merlot
VINUM 1988-1

Merlot der Welt

VINUM 1992-4

18/20 Punkte für den Montagna Magica 95

WeinWisser 1998-1

Huber fand den "Zauberberg"
TicinoVino 2005-4

NZZ Online über den Montagna Magica
NZZ 2009-11

Huber ausführlich
Tessin geht aus 2010

   Werner Stucky, bestens ausgebildet als Weintechniker an der Weinfachschule in Wädenswil und als Reb- und Kellermeister bei Toni Meier, konnte 1981 den Rebberg "Casa Cima", bepflanzt mit über dreissigjährigen Weinstöcken übernehmen. Er war der erste, der den Most von Tessinertrauben in Barriques reifen liess, überzeugt, dass das Traubengut, Merlot alleine oder im Zusammenspiel mit Cabernet Sauvignon, das Potential zu Weinen hat, die den besten Bordeaux-Weinen in nichts nachstehen. Als Wortführer der jungen Selbstkelterer in den Aufbruchsjahren  1984 bis 1988 wurde er zum Vater des Tessiner-Weinwunders. Und zum Vorbild für einheimische und - vor allem - neu ankommende Winzer aus der Deutschschweiz und der Romandie. Den meisten war er offenherziger Berater und zuverlässiger Kamerad.
   1995, ich erwartete einige Weinfreunde, denen ich etwas Exklusives bieten wollte, schrieb ich dies Stucky und fragte nach der Möglichkeit, an seinen Wein heranzukommen. Seine umgehende Faxantwort: "Wenn Sie wollen, kann ich ein paar Flaschen Casa Cima 1992 für Sie auf die Seite legen." So rutschte ich also in Werners Kundenkartei und da komme ich auch nicht mehr freiwillig raus...
   Seine drei Weine gehören zum Kernbestand unseres    Keller: Conte di Luna, Tracce di Sassi & Temenos
   Seit dem ersten Januar 2011 arbeitet Werners Sohn Simon in einer Betriebsgemeinschaft mit seinem Vater zusammen.
   Werner bepflanzte im Jahre 2006 ein von ihm erworbenes Grundstück in der Toskana mit Morvedre-Weinstöcken. Aus dem Jahrgang 2008 produzierte er den ersten Wein, den Avileu, der - wie bei Stucky nicht anders zu erwarten - für die Zukunft viel verspricht.

Werner Stucky
Casa del Portico
CH-6802 Rivera
T 041-91-946 12 82


Pioniere im Tessin

VINUM 1986-7

Der Kompromisslose
VINUM 1989-2

Conte di Luna:Ein Wein, der singt
WeinWisser 2000-12

Die ersten Barriqueweine
TicinoVino 2006-4

Conte di Luna 2000 heute:
NZZ-2011-11-28

Tessiner Weine für Weinfreunde:Im Laufe der Jahre haben wir ein paar hundert verschiedene Tessiner Weine und Jahrgänge mit wachsendem Enthusiasmus ausführlich degustiert. Fast alle Selbstkelterer und die meisten namhaften Qualitätsproduzenten haben wir besucht. Einige dieser Weinmacher wurden uns gute Freunde, die wir auch bei uns bewirten durften. Dass Wein so unsere Passion wurde, versteht sich von selbst. Unser im Laufe der Jahre stetig anschwellende Weinkeller zeugt davon.

   Es gibt einige Internet-Seiten zum Tessinerwein. Selten sieht man aber die Produzenten im Bilde, noch seltener ihre Partnerinnen welche doch das "Angefressensein" ihrer Männer - oder umgekehrt - mittragen dürfen/müssen. Darum zeigen wir hier die im Laufe der Jahre (in unterschiedlicher Qualität) aufgenommenen Fotos zum Thema Wein und Weinmacher. Und benennen unsere Favoriten. 

Im Laufe der Jahre haben nun immer mehr WeinmacherInnen eigene Hompages die hier verlinkt sind. Darum verzichte ich darauf, die Publikationen weiterhin so umfassend zu durchforsten, wie in den Anfangsjahren.